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ev. Kirche - Breesen

Der Ort Breesen wurde erstmalig 1342 erwähnt. Die Fachwerkkirche in Breesen hat einem verbretterter Turmaufsatz mit schiefergedeckter barocker Haube und offener Laterne im Westen. Der Aufsatz stammt aus dem Jahre 1712. Die Glocke wurde 1728 gegossen. Die beiden Vorbauten, Eingang und Sakristei auf der Rückseite geben der Kirche einen kreuzartigen Aufbau. Auffallend ist die einheitliche Blumernverzierung in der Kirche. Nach grundlegender Renovierung der vom Einsturz bedrohten Kirche erscheint diehübsche Kirche seit 2014 wieder im alten Glanz.

Der Ort Breesen wurde erstmalig 1342 erwähnt.

Die Fachwerkkirche hat einem verbretterter Turmaufsatz barocker Haube und offener Laterne im Westen. Der Aufsatz hat einfache vierteilige oben halbrunde weiße Holzfenster und stammt aus dem Jahre 1712.

Der Kirchturm ist viereckig im unteren Bereich, die untere Haube ist schiefergedeckt. Dies gilt ebenfalls für die obere Haube, die durch sechs Rundbögen getragen wird. Die Glocke wurde 1728 gegossen. Die beiden Vorbauten, Eingang und Sakristei auf der Rückseite geben der Kirche einen kreuzartigen Aufbau. 

Der hintere Anbau hat im oberen Bereich Reste der Verputzung des Fachwerkes, die nicht gerade schön sindl.

Das Fachwerk ist dreifach verriegelt, die Figuren "Halber Mann" u. "Wilder Mann" treten an den Eckstreben im Chor- u. Ostwandbereich auf.

Alle Fenster sind aus Holz, weiß gestrichen und heben sich sehr schön vom schwarzen Fachwerk ab. Jedes Fenster besteht aus vielen Butzescheiben , die durch Bleistege verbunden sind.  Die Fache des Fachwerkes sind  mit roten Backsteinen gefüllt.

Beim Betreten der Kirche fällt besonders der  barocke Altar ins Auge. Das gesamte Kircheninventar schließt sich in Farbe und der Blumenverzierung der Gestaltung des Innenraumes an. Die Gestaltung mit einem Blumenmotiv auf Kanzel , Logen , Empore,  Altarschranke und Kastengestühl ist einheitlich.

Unter dem Altarbild befindet sich eine Darstellung des Abendmahls. Das große Altarbild zeigt Jesus am Kreuz. Darüber befindet sich eine Darstellung der Auferstehung. 

Links und rechts befinden sich je zwei Säulen. Sie erinnern an die vier Evangelien. Alle vier Säulen haben am Fuß je zwei vergoldete Ringe. Die Kapitelle sind fein verziert und vergoldet. Außen sind  links und rechts verschlungene Rocaillen (muschelförmige Ornamente).

Links steht die Kanzel ohne Schalldeckel. Die Kanzel trägt  für diese Kirche übliche Blumen. Linien auf der Kanzel sind vergoldet. Die Loge zur Kanzel und die gegenüberliegende Patronatsloge tragen ebenfalls diese Blumen, sowie die Türen des Kastengestühl und sie Empore. 

Mittig der Empore befindet sich ein Orgelprospekt  hinter dem eine Kleinorgel integriert wurde. Rechts führt die Wendeltreppe zur Orgelempore und zur einzigen Glocke im Turm. Diese alte Glocke wird elektrisch von unten geläutet. 

Die farbigen Fenster sind in vier Flächen aufgeteilt. Die oberen Fenster sind halbrund. Jede Fläche besteht aus sechs mal vier kleinen rechteckigen Scheiben. Leider sind viele kleine Scheiben kaputt. Die Fenster sind mit durchsichtiger Folie abgedeckt. Im Bereich zur Empore tragen zwei Säulen die weiße Decke.

Zur Ausstattung gehört noch eine schlichte hölzerne Taufe im neugotischen Stil und die stark beschädigte Gedenktafel für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs. 

2012 begann der Turm sich zu lösen und drohte, die Kirche zum Einsturz zu bringen, doch fanden bald Notsicherungsmaßnahmen statt, die die Neigung in den Griff bekamen. Dabei musste auch ein morsch gewordener Balken, der den Turm mit seinen Halt gab, ausgewechselt werden. Im Sommer 2014 wurde der gesamte Innenraum grundlegend renoviert. 

Ansicht: von Südwest
M.Poley,St.Nikolai,Wismar